Archive for the ‘Digitalisierung’ Category

Miese Scan-Qualität…

Thursday, March 13th, 2008

Gefunden bei ARCHIVALIA
http://archiv.twoday.net/stories/4782563/

The National Library of Norway provides free access to digitized documents

Wednesday, February 20th, 2008

The National Library of Norway has taken the next important step in their digitization programme. While the process of digitizing all documents ever published in Norway is still in progress, the Library has now put online their first books. A large amount is available for free and can be accessed at www.nb.no/sok . Currently the search interface is only available in Norwegian. Search can be performed via keywords inside the fulltext, although no hit highlighting is possible at current stage. Why not connect and play around a little bit? To view books online, please make sure to hit “Digitalt innhold - Ja” and “Materialtype - Böker” on the top left tool bar. [FK]

American history goes VISTA

Saturday, January 12th, 2008

 

Library of Congress, Microsoft Announce Agreement to Support New Interactive Experience for Visitors: Innovations will bring historical collections to life onsite and online.

    Die Schweiz vor der digitalen Amnesie?

    Tuesday, December 18th, 2007

    In der Schweiz verläuft die Digitalisierung historischer Quellen unkoordiniert, und die langfristige Aufbewahrung der Daten ist nicht gesichert. Die Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW) fordert den Bund zum Handeln auf

     

    uha. Der schöne Schein der digitalen Welt schmückt mittlerweile den Alltag mit Texten, Bildern und Tönen so selbstverständlich, dass man sich kaum mehr an die Zeit davor erinnern kann. Die Digitalisierung kann jedoch zu Erinnerungslücken führen. Besonders besorgniserregend sind die Verluste, die durch kurzfristig ausgerichtete und unkoordiniert verlaufende Digitalisierungsaktivitäten verursacht werden. An der in Bern durchgeführten Herbsttagung der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW) konstatierte Mirta Olgiati vom Institut für Verwaltungsstudien (IDHEAP), Mitverfasserin eines Berichts zu den Mängeln der nationalen Erinnerungspolitik, dass die einschlägigen Akteure – Museen, Archive und Bibliotheken – keine gemeinsame Vision verfolgten. Vielmehr suchten sie nach je eigenen Lösungen. Dies führe im Zeitalter des «Informationsexzesses» paradoxerweise zu einem «Gedächtnisverlust».

    Quelle:NZZ

    Mellon Foundation soll Zukunft einer Internet-Bibliothek sichern

    Monday, December 17th, 2007
    In diesen Tagen wird die virtuelle Schweizer Handschriftenbibliothek E-Codices um 44 digitalisierte Bücher reicher. Dass noch mehr Manuskripte weltweit abrufbar werden, wird durch die Hilfe der amerikanischen Mellon Foundation ermöglicht. Diese soll das Projekt in den nächsten zwei Jahren mit rund einer Million Dollar unterstützen.

     

    Seit 2005 kann jeder, rund um die Uhr, von überall aus, in kostbaren Schweizer Handschriften stöbern. Eine hohe Auflösung, komfortable Index- und Vergrösserungsfunktionen sowie Hinweistexte machen die Internet-Handschriften-Bibliothek E-Codices für wissenschaftliches Arbeiten attraktiv. Aber auch für gewöhnliche Kulturinteressierte ist es reizvoll, die bisweilen mit prächtigen Malereien ausgestatteten Bücher am Computer kostenlos zu bestaunen und zu versuchen, beispielsweise etwas mittelalterliche Theologie, Musik, Naturlehre oder Philosophie zu lesen. Ob dieses Internet-Angebot noch ausgebaut wird, entscheidet sich am Montag, wenn das Budget der New Yorker Andrew W. Mellon Foundation – eine Wissenschafts- und Kulturstiftung – verabschiedet wird. Darin ist ein Posten von umgerechnet etwas mehr als einer Million Franken während zweier Jahre für E-Codices schon reserviert. Der Betrag dient im Wesentlichen der Digitalisierung weiterer Handschriften der Stiftsbibliothek St. Gallen. Diese Unterstützung aus dem Ausland garantiert aber die Fortführung des ganzen E-Codices-Projekts. Die Mellon Foundation trägt nach eigenen Angaben jährlich Projekte für ungefähr 210 Millionen Dollar mit. Sie ermöglicht bereits ein amerikanisches Forschungsprojekt zum St. Galler Klosterplan.

    St. Galler Kern aus dem Mittelalter

    Die Unterstützung ist für den St. Galler Stiftsbibliothekar Ernst Tremp ein «Zeichen für die Weltgeltung der St. Galler Handschriften». Ihre frühmittelalterlichen Manuskripte machen die Stiftsbibliothek zu einer der bedeutendsten Handschriften-Bibliotheken des Abendlandes. Über den für die Digitalisierung in Aussicht gestellten Betrag hinaus können sich die Schweizer Verantwortlichen auch berechtigte Hoffnungen auf eine Verlängerung machen. Der Wohltätigkeitsgedanke sei in Amerika stärker ausgeprägt als in der Schweiz, sagt der E-Codices-Projektleiter Christoph Flüeler.

    Der Professor an der Universität Freiburg konnte zwar in den vergangenen zwei Jahren auf Beiträge von drei namhaften Schweizer Stiftungen zählen, die insgesamt 300 000 Franken an die Gesamtkosten von rund einer halben Million Franken beigesteuert haben. Doch langfristige Projekte seien durch Schweizer Stiftungen nur sehr schwer zu finanzieren, erklärt Flüeler. Die Andrew W. Mellon Foundation selbst habe ihn auf die Möglichkeit eines Engagements hingewiesen. Er habe die Stiftung als hochprofessionelle Institution mit schlanken Strukturen und transparenten Prozessen erlebt. Als Wissenschafter habe er den Eindruck erhalten, für die Stiftung wichtig zu sein, sagt Flüeler.

    Er hat das Digitalisierungsvorhaben 2005 unter dem Namen «Codices Electronici Sangallenses» mit der Absicht gestartet, alle 1050 in der Stiftsbibliothek gelagerten mittelalterlichen Manuskripte digital verfügbar zu machen. In diesem Jahr wurde der Arbeitsbereich ausgeweitet und das Projekt in E-Codices umbenannt: Auch andere Schweizer Bibliotheken werden nun einbezogen, müssen aber für die Digitalisierung bezahlen. Zur Ausführung des Projekts wurde vom federführenden Freiburger Historikerteam eine Firma gegründet, die Codices Electronici AG.

    Bald weitere Manuskripte

    Die Schweizer Internet-Handschriften-Bibliothek wird dank der amerikanischen Unterstützung, die ungefähr zwei Drittel des Gesamtbudgets ausmachen wird, nun deutlich ausgebaut. In den nächsten zwei Jahren sollen 200 weitere Bücher aus der Stiftsbibliothek St. Gallen aufgeschaltet werden. Von einer neuen Software und überhaupt von der Fortsetzung des Projekts profitieren natürlich auch die anderen Bibliotheken. Bis jetzt sind insgesamt 190 Bücher aus 13 Schweizer Bibliotheken online zu sehen. In den vergangenen Wochen wurden die elektronischen Ausgaben von 44 weiteren Handschriften bereinigt, und in den nächsten Tagen werden diese aufgeschaltet. Neben Exemplaren der Genfer Martin-Bodmer-Stiftung (darunter eine Abschrift von Dantes «Divina Commedia» aus dem ausgehenden 14. Jahrhundert) ist der letzte Teil jener Handschriften der Zentralbibliothek Zürich dabei, deren Digitalisierung im Rahmen der Vereinbarung zum Kulturgüterstreit durch die St. Galler bezahlt wurde.

    In diesem Zusammenhang wird auch ein wichtiges Merkmal einer Internet-Bibliothek erkennbar: Es können Bücher virtuell zusammengestellt werden, deren Herstellungs- und deren Aufbewahrungsort sich im Laufe der Jahrhunderte auseinanderbewegt haben. Jene «Zürcher» Handschriften gelangten durch kriegerische Ereignisse von St. Gallen nach Zürich und kürzlich durch eine Vereinbarung wieder nach St. Gallen. Hauptsächlich geht es aber bei der Digitalisierung um den Schutz der kostbaren Bücher vor Abnutzung und um die Benutzerfreundlichkeit.

    Gewisse wissenschaftliche Fragen werden weiterhin nur am Original zu klären sein – wenn es beispielsweise um Texte geht, die ins Papier eingeritzt wurden. Die Vorbereitungsarbeiten für die derzeitige Ausstellung «Geheimnisse auf Pergament» in St. Gallen seien durch Forscher der Universität Zürich aber bereits grösstenteils mit Hilfe der digitalen Bibliothek erfolgt, sagt Ernst Tremp.

    Grösster Teil der Nutzer aus den USA

    Im Lesesaal der Stiftsbibliothek St. Gallen werden jedes Jahr rund 300 Manuskripte eingesehen. Ohne ausgewiesenes wissenschaftliches Interesse ist der unmittelbare Zugang zu den wertvollen Beständen nicht gestattet. Allein 2006 betrachteten auf E-Codices über 80 000 Nutzer rund 1,5 Millionen Manuskriptseiten. Dieses Jahr haben die Nutzungszahlen weiter zugenommen.

    Im Monat Oktober wurden beispielsweise 10 745 Besucher gezählt. Die meisten Zugriffe gab es aus den USA (26 Prozent), der Schweiz (14 Prozent) und Deutschland (11,5 Prozent). Insgesamt wurden im Oktober Besucher aus 84 Ländern registriert.

    Die bisweilen weit mehr als tausendjährigen Dokumente müssen für diesen neuen weltweiten Leserandrang einen manchmal mehrtägigen Fototermin über sich ergehen lassen. Dank einem ausgeklügelten «Kameratisch» gestalten sich aber die Aufnahmen schonender als eine gewöhnliche Benutzung im Lesesaal. Die Bände werden nie mehr als 140 Grad weit aufgeschlagen, und ein Luftsog sorgt dafür, dass die Seiten für die digitalen Fotoaufnahmen flach liegen. Die Bände der Stiftsbibliothek St. Gallen brauchen für die Digitalisierung den Gebäudekomplex der ehemaligen Benediktinerabtei nicht zu verlassen. Bücher aus anderen Bibliotheken werden von Sicherheitskurieren für die Aufnahmen in die Gallusstadt gebracht.

    Quelle: Neue Zürcher Zeitung, Davide Scruzzi